by Nuria Fatykhova,
Head of the Program on International Democracy and Gender Equality at Dialogbüro Vienna
Wir sprechen der Familie des 10-jährigen Kobiljon Aliev, der am 16. Dezember 2025 in einer Schule im Rajon Odinzowo bei Moskau getötet wurde, unser tiefes Beileid aus. Der Anschlag wurde von einem anderen Schüler verübt, der Kleidung mit der Aufschrift „No Lives Matter“ trug und „Nicht-Russen“ töten wollte. Nach seinen eigenen Worten wollte er die „dunkle Mathematiklehrerin“ finden, griff jedoch unterwegs den Jungen an und filmte die Tat. Bevor er ihn mit mehreren Messerstichen tötete, schrie er das Opfer an: „Welche Nationalität hast du?“
Es macht mir Angst und schmerzt, daran zu denken, wie es der Mutter des Jungen, Nilufar, jetzt gehen muss. Ich bin selbst Mutter und Migrantin, und mein Sohn unterscheidet sich äußerlich von denen, die sich als Einheimische sehen. Migrant:innen weltweit erfahren soziale Marginalisierung, das heißt, sie leben in der Angst, dass ihre Angehörigen außerhalb des Schutzes von Gesellschaft und Staat stehen.
It frightens me and causes me pain to think about what the boy’s mother, Nilufar, must be going through now. I am myself a mother and a migrant, and my son visibly differs from those who see themselves as native to the country. Migrants worldwide experience social marginalization, meaning they live with the fear that their loved ones stand outside the protection of society and the state.